Interview mit ...

Sven Lange

Projektentwickler

Was ist Ihre Aufgabe bei der GOS?

Ich gehöre zum Kernteam „Stadtsanierung“, dieser Bereich macht 95 Prozent unserer Arbeit aus. Das große Thema ist derzeit, die Innenstädte zu aktivieren und attraktiver zu machen. So arbeiten wir als Treuhänder für die Kommunen, man könnte auch sagen, wir sind eine ausgelagerte Verwaltungsabteilung auf Zeit. Wir sind der Motor städtebaulicher Planungen und Sanierungen, wir helfen Ortskerne zukunftsfähig zu gestalten.

Solche Prozesse zu steuern geht sicher nicht von heute auf morgen? 

Richtig, unsere Projekte entwickeln sich über 10 bis 15 Jahre. Wir können schon jetzt sagen, dass wir bis mindestens 2035 gut zu tun haben werden.

Was gefällt Ihnen an Ihrer Arbeit am meisten?

Dass ich etwas bewegen kann und dabei erlebe, wie gute Lebensräume entstehen. Städte und Kommunen attraktiv und lebenswerter zu machen, ist für mich sehr befriedigend. Unser Erfolg beruht auf langfristiger Erfahrung bei der Gestaltung städtebaulicher Erneuerungsprozesse, die es uns ermöglichen auch in kritischen Projektphasen richtige Entscheidungen zu treffen. Im Rahmen der Mobilitätswende arbeite ich z.B. daran, der vorhandene Straßenraum allen Verkehrsteilnehmern, also auch den  Fuß- und Radverkehr gleichberechtigt zur Verfügung steht.  Daran mitzuwirken macht mir große Freude.

Melden sich bei Ihrer Arbeit auch Anwohner mal lautstark zu Wort?

Überall wo gebaut wird, organisieren sich natürlich Bürger. Aber das gehört dazu und macht unsere Arbeit abwechslungsreich. In dem Zusammenhang ist gute Kommunikation natürlich Trumpf, wir müssen den Menschen klar machen, wie sich ihr Wohn- und Einkaufsumfeld entwickeln soll. Auch das ist Teil unserer Arbeit.

Generell ist Städteplanung unter Abwägung der Interessen aller Beteiligten ein sehr spannendes Thema und je besser wir planen und hierbei die Lebenswirklichkeit der Bürgerinnen und Bürger berücksichtigen, desto mehr überzeugen wir.